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Unsere Pferde verlinke ich hier nur - die haben schließlich eine eigene Homepage...
Ach ja, die überstandene Lumbosakralstenose will ich nicht unerwähnt lassen und vielleicht hinterlasst Ihr mir ja noch einen Pfotenabdruck in meinem Gästebuch ??? |
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Die traurige Geschichte einer Galga Die Zeit bleibt nicht stehen und so muß ich feststellen, daß schon eine ganze Weile vergangen ist seit Betis über die Regenbogenbrücke ging. Nach langem Nachdenken bin ich zu dem Entschluss gekommen, Betis Seiten ein wenig zu verändern - etwas zusammenzufassen. Da Betis immer einen Platz in meinem Herzen haben wird, möchte ich ihr auch einen Platz in dieser Homepage belassen; auch ihre Galeriewird bestehen bleiben. Ich möchte ihre Geschichte erzählen; immer und immer wieder - um die Menschen aufzurütteln und ihnen deutlich zu machen, was immer noch in Spanien mit den Hunden ( besonders aber mit den Galgos ) geschieht. Bitte lest Betis Geschichte und verbreitet sie weiter - Betis hat es verdient stellvertretend für alle geschundenen und misshandelten Hunde dieser Welt genannt zu werden. Im März 2005 war es, als ich von einem Tierschutzverein gebeten wurde, einem Hund einen Pflegeplatz zu bieten. Nun, warum nicht - das war mein Gedanke. Was ich nicht wusste war, dass es sich um eine schwerst misshandelte Galga handeln würde. Ich habe also "Betis" an einem regnerischen Tag vom hiesigen TSV abholen wollen und muss gestehen, ich war geschockt ! Vor mir stand ein Häufchen Hund: auf drei Beinen, fast durchsichtig - so dünn -, voller Narben, offener Stellen, angeschnittenen Ohren und überhaupt, konnte man zu diesem Elend eigentlich noch Hund sagen ? Aber dieser Blick.. Dieser Blick rief um Hilfe und bat gleichzeitig um Ruhe und Erholung. Ich habe Betis sofort mitgenommen, meiner eigenen Rhodesian Ridgeback Hündin "Amali" ( die im Auto lag und auf den Neuankömmling wartete ) vorgestellt und den Weg nach Hause angetreten. Auf der Fahrt gingen mir so viele Gedanken durch den Kopf: was kommt auf uns zu, wie schwer sind alle Verletzungen und am Wichtigsten: was werden meine Katzen wohl zu einer Jagdbegeisterten Galga sagen ? Zuhause angekommen stiegen meine beiden "Damen" aus und als ob Amali wusste was zu tun war, hat sie sich sofort liebevoll um Betis gekümmert; ihr Körbchen geräumt sogar ihr Spielzeug angeschleppt. Meine beiden Katzen "Paul und Paula" begrüßten Betis wie selbstverständlich und es war vom ersten Moment, als ob dieser abgekämpfte Hund schon immer dazugehörte.Betis hat unheimlich schnell gelernt; sich viel von Amali abgeguckt. Sie war sofort stubenrein und stets darum bemüht nur nicht aufzufallen. Mittlerweile hatte ich herausgefunden, dass Röntgenbilder von Betis existierten. Man versprach mir, diese sofort zu schicken und ich muss sagen, das hat auch prima geklappt. Die Bilder jedoch haben uns ein weiteres Mal in ein schwarzes Loch fallen lassen: Betis hatte Trümmerbrüche in der Hüfte, so dass eine schnelle OP unumgänglich wurde. Also hatte sie nur eine Woche Zeit, etwas zur Ruhe zu kommen - dann stand die OP an. In zwei Stunden vollbrachten die Chirurgen der hiesigen Tierklinik ein kleines Wunder. Sie entfernten den Femurkopf und versuchten so viele Knochensplitter wie möglich zu beseitigen. Wunden wurden gereinigt und mit Medikamenten versorgt. Die zertrümmerte Hüftpfanne so gut es ging rekonstruiert. Eine intensive Physiotherapeutische Behandlung musste her; was ich ihr zum Glück durch meine Tätigkeit als Hundekrankengymnastin bieten konnte.Trotz aller Behandlungen mussten wir etliche Rückschläge in Kauf nehmen: da war zum Beispiel der Fadenabszess, der die Wunde wieder hat aufplatzen lassen, unspezifische Schmerzen und dann platzte jede alte Narbe wieder auf ( der TA meint, es lag daran, dass der Körper auf Grund der unendlich vielen Misshandlungen die Wunden nur verschlossen, nicht aber hat heilen lassen und das nun nachgeholt wird ). Wir haben uns entschlossen eine Blutegeltherapie durchzuführen und hatten dann auch endlich den Erfolg, dass sich die OP Naht verschlossen hat. Diese kleinen "Helferlein" haben in nur 1,5 Stunden ein echtes Wunder vollbracht und sich ihren Platz im "Rentnerteich" mehr als verdient. So sind weitere Monate ins Land gegangen, langweilig ist es mit Betis nicht geworden. Gerade als wir uns allen einen kleinen Urlaub an der Nordsee gönnen wollten ( wenn ich ehrlich bin, war einfach mal eine kurze Erholung nötig. ) bekam unser Sorgenkind eine Schwellung in der Achselbeuge. Da diese Schwellung sehr rasch größer wurde bin ich noch kurz vor Abfahrt an einem Samstagmorgen zum Tierarzt gefahren. Der war zunächst auch ratlos; war "das Ding" doch hochgradig Schmerzempfindlich, sah aus wie ein prall gefüllter Hautsack aber es war keine Wunde etc zu erkennen. Also bekam Betis mal wieder eine unserer Antibiotika Spritzen und ein Schmerzmittel. Der Nordseeurlaub wurde uns ausdrücklich genehmigt und so ging es los .Bis nach Dorum haben wir es gerade noch geschafft, aber schon beim Aussteigen aus dem Auto wurde mir einiges klar: es bildete sich eine zweite, riesengroße Beule an der Flanke, die in der Mitte aussah als ob die Haut auseinander reißen würde. Betis selber war vergnügt, genoss die Wärme und Sonne und hat sich nach anfänglichem Zögern sogar ins Watt getraut. Die Nacht sollte uns nichts Gutes bringen: Die zweite Beule ging auf. Es bildete sich ein ca. 5 D-Mark Stück großes Loch aus dem dicker gelber Eiter abfloss. Und ein weiteres Mal machte sich Ratlosigkeit breit.. Nach einem Telefonat mit einem Ortsansässigen Tierarzt wurde klar, dass wir an der Situation nichts ändern konnten. Nur abwarten und die Zeit genießen, in der es Betis gut ging; denn zu dem Zeitpunkt konnte und mochte uns niemand mehr sagen, wie lange unsere Senorita noch bei uns sein würde. Also haben wir wieder einen Neustart hingelegt. Alle Medikamente sein lassen und Betis Körper zur Ruhe kommen lassen. Es hat bestimmt 14 Tage gedauert, als sich ein ganz kleiner Erfolg einstellte: die Wunde begann abzuheilen und "das Ding" in der Achsel abzuschwellen. Erst zu diesem Zeitpunkt konnte man genau sagen, dass es der Axiallymphknoten war, der so sehr angeschwollen war. Nur der Ellenbogen, der machte uns weiter Kummer: es bildeten sich immer wieder kleine Stellen, die sich mit Eiter füllten, aufplatzten, abtrockneten und das Ganze wiederholte sich. Ich habe dann ganz überraschend Hilfe bekommen: auf einen Bericht im Internet über Betis hat sich eine Tierheilpraktikerin gemeldet, die heute mein vollstes Vertrauen genießt. Sie hat mir nach einer genauen Anamnese ein Behandlungsschema erstellt, an das wir uns ganz streng gehalten haben. Und in den folgenden Wochen war Betis nahezu Beschwerdefrei. Das erste Mal seit dem sie bei uns war. Alle ihre Hautdefekte heilten ab, ihr Fell begann zu glänzen Betis hat auch ein wenig zugenommen - aber das Schönste war, morgens aufzustehen und sie vor mir stehen zu sehen: mit einem Schwänzchen, das wie ein Propeller kreist. Dann wusste ich, sie ist glücklich !!! Betis wurde täglich ein wenig freier und offener anderen Menschen gegenüber. Sie hat lernen dürfen, dass es Menschen gibt, die nicht schlagen und schimpfen sondern Verständnis und Liebe für sie aufbringen. Sie hat dank Amali gelernt, das Autofahren etwas ganz tolles ist und man mit einem Auto zu tollen Spaziergängen und Abenteuern gelangen kann. Betis gehörte zu den wohl recht seltenen Galgos, die ohne Leine laufen konnten, der Katzen komplett egal waren und für die jeder andere Hund ein Freund ist. Sogar dann wenn sie angegrummelt wurde ( was sehr selten passierte ) drehte sie sich stumm um und ging. Die Liebe, die mir dieser Hund jeden Tag auf´s Neue zukommen ließ entschädigte mich immer und immer wieder für viele schlaflose Nächte, verrenkte Gliedmassen ( vom nächtlichen im Arm halten ), Kopfzerbrechen und Sorgen. Alles sah unheimlich positiv aus: Betis war glücklich und zufrieden und Amali hat jede Minute mit ihr genossen. Anfang Oktober mussten wir dann entsetzt mit ansehen, wie es Betis täglich schlechter ging, die Schmerzen zunahmen und zu allem Überfluss auch noch schwerer, blutiger Durchfall dazukam. Die Diagnose des Tierarztes war niederschmetternd: durch den starken Muskelabbau in Betis kaputten Beinchen waren die Kreuzbänder gerissen, die Kniescheibe befand sich nicht mehr in der Rollfurche und als ob das nicht schon schlimm genug wäre, hatte sich der Oberschenkelknochen so unglücklich in die Hüfte gebohrt, dass er bei jedem Schritt furchtbare Schmerzen verursachte. Wir haben einen kleinen Moment lang überlegt, ob eine Amputation in Frage käme, diesen Gedanken aber einstimmig verworfen. Betis hat soviel leiden müssen in ihrem kurzen Leben, dass ich ihr nicht auch noch eine so schwere Bürde auferlegen wollte. Ich habe Betis am 04. Oktober 2005 unter Tränen über die Regenbogenbrücke gehen lassen müssen ! Diesen wunderbaren Hund, der mir in den gemeinsamen 7 Monaten soviel Liebe entgegen gebracht hat, die nie -nicht mal unter grössten Schmerzen- geknurrt oder gar gebissen hat. Ich verneige mich vor diesem unglaublichen Hund. Betis war etwas ganz besonderes und wird in meinem Herzen immer weiterleben. "Auf Wiedersehen meine Schöne.. Immer wenn ich in den Himmel schaue, weiß ich, dass Du dort bist. Der hellste aller Sterne ist Dein Stern " |